Talgdrüsen (Überfüllung und Entzündung)

Die homöopathische Behandlung Talgdrüsen (Überfüllung und Entzündung (Fistel)) beim Pferd
Talgdrüsen sind in der Haut von Säugetieren liegende Drüsen, die Talg produzieren. Die Talgdrüsen liegen in der Lederhaut. Sie kommen immer zusammen mit einem Härchen vor, ein Haar hat bis zu fünf Talgdrüsen. Der Talg, der durch die Drüse produziert wird, lagert sich in der Pore ab, durch die das Haar nach außen wächst. Über diese Pore gelangt er auf Haut und Haar. Talgdrüsen kommen über das Fell verbreitet vor. Die Wände der Talgdrüsen enthalten eine Keimzellenschicht, welche immer neue Zellen an der Innenseite der Drüse anbringt. Diese Zellen stellen im inneren Talg her. In einem bestimmten Moment zerreißt die Zelle und der Talg fließt nach außen. Auch die Reste der Zelle werden Teil des Talges. Der Talg wird über Haut und Haar verteilt. Talg hält das Haar auf der Oberhaut fettig, so dass dieses mehr Wasser abstoßend ist. Daneben erhöht er den Widerstand gegen Krankheitskeime und reizende Stoffe.

Unter Einfluss des physischen Druckes auf die Haut des Pferdes durch den Sattel, in Kombination mit herumrutschen des Sattels, wenn nicht ausreichend mit der Bewegung des Pferdes durch den Reiter mitgegangen wird, können die Ausgänge der Talgdrüsen verstopfen. Hierdurch entstehen Verdickungen in der Rückenhaut, dort wo der Sattel liegt. Diese Verdickungen können schmerzen und führen zu den so genannten Druckstellen. Bei einem Hund können überfüllte Talgdrüsen entstehen, infolge des Hormonhaushaltes in Kombination mit einer gestörten Verdauung.

Behandlung: Eine überfüllte Talgdrüse darf niemals aufgestochen oder operativ entfernt werden. Das führt häufig zur Entartung der Entzündung. Die Massage mit einer fetten Salbe (Simicur wundsalbe) führt schließlich dazu, dass die überfüllte Tagdrüse sich verkleinert. Die Behandlung dauert jedoch einige Zeit. Zur Unterstützung der Hautfunktion ist es ratsam, dermacur zu verabreichen (zweimal täglich 30 Tropen über das Futter) und wenn die Talgdrüse entzündet ist, ist glandulacur das geeignete Produkt (zweimal täglich 30 Tropfen über das Futter).

Achtung: Wenn das Pferd überfüllte Talgdrüsen unter dem Sattel hat, kann das Problem durch ein Schaffell erleichtert werden, das man unter die Satteldecke legt. Die Wollseite muss auf der Haut liegen, hierdurch entsteht eine leichte Lage zwischen Pferdehaut und Sattel, wodurch Reibung verhindert wird. Ein Schaffell soll niemals als Füllung dazu dienen, den Druck zu verteilen.


Wenn Sie Fragen haben, dann nehmen Sie Kontakt mit unserem Tierarzt Gijsbert van der Marel auf.

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